Die ursprüngliche, oberirdische Variante

Bei der ursprünglich geplanten Strasse soll es sich um eine mittelgrosse Strasse handeln. Kleiner als die Breitestrasse, grösser als die Rychenbergstrasse. Diese variante gilt mittlerweilen als politisch nicht umsetzbar.

Der Stadtrat geht davon aus, dass die Strasse ca. von 8'000 (Variante Technorama) bis 12'000 (Variante Rietstrasse) Fahrzeugen pro Tag befahren werde. Das ist mehr als die Rychenbergstrasse, aber weniger als die Breitestrasse. Der Stadtrat bezeichnet die Strasse darum als mittelgrosse, zweispurige Strasse.

Beurteilung

Der Vergleich mit der Stadlerstrasse ist heikel. Zwar ist eine gleich breite Strasse geplant, welche ungefähr die gleiche Menge Fahrzeugbewegungen bewältigen soll. Damit ist aber bereits Schluss mit den Gemeinsamkeiten. So ist die Erschliessungsstrasse eine mehrheitlich kurvige Strasse, während die Stadlerstrasse sehr geradlinig verläuft.

Wäre die Erschliessungsstrasse geradlinig, würde sie aufgrund der Zeitersparnisse noch viel mehr Verkehr anziehen. Der Grund ist einfach: die Erschliessungsstrasse verbindet ein urbanes Zentrum mit einem Autobahnanschluss, während die Stadlerstrasse das Quartierzentrum Oberwinterthur mit den nördlichen Gemeinden verbindet.

Ein weiterer wichtiger Unterschied ist der Anteil Schwerverkehr. Während sich auf der Stadlerstrasse mehrheitlich privater Verkehr bewegt, ist es absehbar, dass die Erschliessungsstrasse von zahlreichen LKWs der ansässigen Industrie gebraucht wird.

Update: Seit dem massiven Widerstand der Bevölkerung und dem Abschluss des Planungsverfahrens gilt diese Strasse als politisch nicht umsetzbar. Der Stadtrat hat darum im April 2013 diese Variante aufgegeben und unterstützt nun eine Tunnel-Variante.